Limes Kids

Zielgruppe 


Ambulante Behandlung von sexuell auffälligen und grenzverletzenden männlichen Kindern im Alter von 9-13 Jahren 

  • Kinder, die andere Kinder zu sexuellen Handlungen genötigt haben
  • und/oder sexuell motivierte Gewalthandlungen setzten
  • Kinder, die sexuell auffälliges Verhalten zeigen, das nicht normativ zu betrachten ist
  • Kinder, die Missbrauchsabbildungen anfertigen, besitzen und/oder versenden

Es ist notwendig, möglichst früh gezielte Interventionen zu setzen und sicher zu stellen, dass diese jungen Menschen eine effiziente Behandlung bekommen.

In der Arbeit mit Kindern unter 14 Jahren ist es von enormer Wichtigkeit, das Bezugsystem in die Arbeit und das Behandlungsprogramm mit einzubeziehen. Außerdem streben wir enge Kooperationen mit allen Einrichtungen und Personen an, die mit dem Prozess und dem sexuell grenzverletzenden Kind verwoben sind.

Auf diese Weise soll sowohl eine erhöhte Effizienz in der Behandlung und auch eine möglichst niedrige Rückfallquote sichergestellt werden. Um besonders wirksam sein zu können, sollte die konkrete Arbeit bald nach Aufdeckung der Tat einsetzen.


Behandlung


Zunächst findet eine Einstiegsdiagnostik statt, die individuelle Risiko- und Resilienzfaktoren erhebt und als Grundlage für die Behandlung dient.

Für die Behandlung sind ca. 18 Monate angesetzt. Diese besteht aus Einzel-, Gruppen-, und Bezugspersonentherapie.

Am Ende der Behandlung findet nochmals eine Risikoprognostik statt. Daraus ergeben sich weiterführende Empfehlungen.



Ziele


  • Förderung altersadäquater Entwicklung und Sexualität
  • Entwicklung eines adäquaten Selbstwertes
  • Antisoziale Ansichten abbauen
  • Hinterfragen von grenzüberschreitenden, antisozialen Rollenmodellen und Werten
  • Soziale und zwischenmenschliche Fähigkeiten aufbauen, fördern positiver Peerkontakte
  • Positive Beziehung zu Bezugspersonen aufbauen
  • Korrigierende Bindungs- und Beziehungserfahrungen machen
  • Impulsivität verringern, Erlernen von Emotionsregulationsstrategien
  • Abbau selbstschädigender Strategien
  • Aufbau der Fähigkeit zur Reflexion und Handlungsplanung
  • Erarbeitung von Problemlösungskompetenz
  • Verantwortungsübernahme
  • Individuelle Zielsetzungen, die aus der Risikoprognostik resultieren


Individueller Opferschutz MUSS gewährleistet sein! Bei innerfamiliären Übergriffen bedeutet dies eine räumliche Trennung des Opfers vom sexuell übergriffigen Kind.

Für Informationen zur Aufnahme in unser Programm und weiterführenden Informationen kontaktieren Sie unser Büro unter 01/8105155